U15 ELITE: ERSTER SAISONSIEG

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U15 ELITE: ERSTER SAISONSIEG – 30:35 IN CRISSIER (13:18)

Die Schlusssirene ertönte und Lukas Sohrmann erhob sich mit hochgerissenen Armen von der Spielerbank. Sohrmann hatte keine einzige Sekunde Einsatzzeit, trotzdem bejubelte er den ersten Erfolg seines Teams nach dem dritten Meisterschaftsspiel – ein Sinnbild für die gute Stimmung im Team.

Mit Moris Schwizer (Pfeiffersches Drüsenfieber), Ravej Celepci und Tarik Hadzic (beide angeschlagen) sowie Kristoffer Bagger (Unterstützung der U15 Inter) fehlten der HSG Nordwest für die Partie gegen die bis dato ebenfalls punktelose SG Vaud Handball Crissier gleich vier nominelle Stammkräfte. So musste beispielsweise Fabio Messina auf die ungewohnte Kreisläuferposition ausweichen und seine Abwehrkräfte gegen den linken Rückraumshooter einsetzen. Insbesondere letzteres hat er vorzüglich gelöst. Die Nordwestschweizer liessen sich ganz allgemein hinsichtlich der schwierigen Umständen nichts anmerken und zeigten in dieser kapitalen Begegnung von Anfang bis Schluss eine beeindruckend starke Willensleistung. Im spielerischen Bereich liessen sich noch nicht alle Defizite cachieren. Das Team, rund um den erfolgreichsten Werfer Elia Steffen (11/14), konnte jedoch viele ihrer Schwächen durch einen positiv-denkenden Auftritt immer wieder wettmachen.

Diese mentale Stärke brauchte es unter anderem auch als die Romands nach einem 7:12 Rückstand wieder bis auf 11:12 aufschliessen konnten und die Gäste damit in eine Minikrise stürzten. Die Führung (seit der 6. Minute) hatte aber weiter Bestand. Es folgte die intensivste Phase von Maximilian Bialas. Innert 165 Sekunden skorte er vier Mal und setzte im gleichen Zeitraum noch zwei Würfe neben das Tor. Sein letztes Tor in Halbzeit Eins war jenes zum 12:18, gefolgt von einem raschen Gegentreffer zum 13:18 Pausenstand aus Sicht der SG Vaud Handball Crissier.

Der zweite Spielabschnitt nahm die HSG Nordwest dann mit zwei neuen Flügelspielern in Angriff. Jari Wellauer (1/2) und Lucas Wenk (3/3) ersetzten vorübergehend Fabio Kull (5/8) und Maximilian Bialas (9/17). Wenk trumpfte in der Offensive gross auf, musste derweil in der Deckung den starken Linksaussen Tom Weiler jedoch mehrfach ziehen lassen. Trotzdem gelang der Start in die zweite Halbzeit gut. In der 38 . Minute konnten die Nordwestschweizer die Führung auf 15:24 ausbauen und schienen die Vorentscheidung herbeigeführt zu haben. 9 Minuten vor Schluss war der Vorsprung dann aber schon beinahe wieder dahingeschmolzen und das 26:28 war die Ausgangslage für eine spannende Schlussphase. Erneut gelang es den Gästen, die Emotionen wieder auf ihre Seite zu kriegen. Sven Bürki (3/5) war der Antreiber in dieser heissen Phase. Mit selbstbewusster Körpersprache demonstrierte er den Siegeswillen seiner Farben und widersetzte sich damit auch dem immer frenetisch werdenden heimischen Publikum. Bürki fand mit seinem Team zurück in die Partie und konnte dieses Kellerduell, auch dank zwei weiteren Toren von Mak Ruhotina (3/4) mit 30:35 für sich entscheiden.

Michael Röthlin

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